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ARBEITEN MIT KI

Das erste KI-Lab ist ausgebucht. Weitere werden folgen.

Das erste KI-Lab Stadtmarketing der bcsd ist ausgebucht. Darüber freue ich mich sehr. Und ein bisschen stolz bin ich auch. Hinter diesem Format steckt eine Idee, die mich schon länger beschäftigt: Menschen über einen überschaubaren Zeitraum dabei zu begleiten, eine eigene, professionelle Arbeitsweise mit KI zu entwickeln. Gemeinsam, an echten Aufgaben und mit genügend Zeit, Erfahrungen zu sammeln.

Ankündigung des bcsd KI-Labs mit Frank Tentler und rotem Stempel „AUSGEBUCHT“.

Beim ersten KI-Lab arbeiten wir über drei Monate und sechs Online-Termine als Team zusammen. Der Schwerpunkt liegt auf Stadtmarketing und Tourismus. Die Wirtschaftsförderung gehört ebenfalls dazu, zumal diese Aufgaben in vielen Organisationen eng miteinander verbunden sind. Genau diese Verbindungen machen die Arbeit interessant: Eine Veranstaltung braucht Kommunikation, Abstimmung, Planung und manchmal eine ziemlich gute Erklärung dafür, warum etwas anders laufen sollte als im vergangenen Jahr.

An solchen Aufgaben lässt sich lernen, was KI im Arbeitsalltag tatsächlich leisten kann. Wie bereite ich eine Recherche vor? Wie entwickle ich aus verstreuten Informationen eine brauchbare Entscheidungsgrundlage? Wie entsteht ein Text, der zu unserer Organisation passt? Und woran erkenne ich, ob die Zusammenarbeit mit KI meine Arbeit wirklich verbessert hat?

Die entscheidenden Erfahrungen entstehen dabei häufig zwischen den Terminen. Wenn jemand eine besprochene Vorgehensweise auf die eigene Arbeit überträgt, eine Rückfrage stellt, ein Ergebnis verwirft oder plötzlich merkt: So funktioniert es für mich. Beim nächsten Treffen können wir darauf aufbauen. Was hat geholfen? Wo wurde es unnötig kompliziert? Was lässt sich von einer Aufgabe auf andere übertragen?

Damit diese Zeit gut genutzt werden kann, gehören begleitende Materialien zum KI-Lab. Unsere AI Papers sind zum Nachlesen gedacht und zugleich so aufgebaut, dass sie gemeinsam mit der eigenen KI verwendet werden können. Sie geben der KI den Zusammenhang, in dem sie erklären, nachfragen und beim Lernen unterstützen soll. So bleibt zwischen zwei Treffen etwas von der gemeinsamen Arbeit verfügbar.

Für mich ist das ein wesentlicher Teil von Co-Intelligenz: Menschen lernen, ihre Ziele klarer zu formulieren, der KI passenden Kontext zu geben und Ergebnisse verantwortlich zu beurteilen. Daraus wächst mit der Zeit eine Routine. Man erkennt schneller, wo KI sinnvoll helfen kann, welche Informationen fehlen und wann das eigene Urteil gefragt ist. Datenschutz, Qualität und Verantwortung gehören von Anfang an zu dieser Arbeitsweise.

Wir werden deshalb weitere KI-Labs anbieten, sowohl für Anfängerinnen und Anfänger als auch für Fortgeschrittene. Wer einsteigt, braucht einen ruhigen, nachvollziehbaren Aufbau. Wer bereits regelmäßig mit KI arbeitet, möchte Zusammenhänge vertiefen, anspruchsvollere Aufgaben lösen und aus gelungenen Versuchen verlässliche Abläufe entwickeln. Weitere Ausgaben sollen diesen Weg begleiten.

Zunächst bleibt der Schwerpunkt auf Stadtmarketing, Tourismus und den damit verbundenen Aufgaben der Wirtschaftsförderung. Formate für andere Branchen werden folgen. Denn die Grundidee lässt sich übertragen, während die konkrete Arbeit sehr unterschiedlich sein kann. Ein Kulturhaus braucht andere Beispiele als ein Dienstleistungsunternehmen. Eine Verwaltung arbeitet unter anderen Bedingungen als ein kleiner Betrieb. Das muss sich in Aufgaben, Materialien und Begleitung wiederfinden.

Auch für einzelne Unternehmen lässt sich ein solches KI-Lab individuell gestalten. Es kann den schrittweisen Aufbau einer passenden KI-Infrastruktur begleiten und die Zusammenarbeit zwischen Menschen und KI im Arbeitsalltag verankern. Wie viel sich dabei neu denken und umsetzen lässt, habe ich bereits in meiner Arbeit mit der bcsd erlebt.

Jetzt freue ich mich zunächst auf das erste Team und auf die Arbeit, die vor uns liegt. Die Plätze sind vergeben. Was wir miteinander lernen werden, beginnt gerade erst.

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